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Australien Das Great Barrier Reef

Unbeschreiblich schön – das Great Barrier Reef

Great Barrier Reef

Great Barrier Reef

Seit seiner Entdeckung 1770 ist das Great Barrier Reef eine Faszination für Touristen und Einheimische. 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, ist das vom Weltall aus sichtbare Riff heute eine beliebte Touristenaktion. Rund zwei Millionen reisen jedes Jahr an und geben dabei mehr als vier Milliarden Australische Dollar aus. Vor allem Taucher finden hier ihr El Dorado.

Vielfalt, so weit das Auge reicht

Innerhalb von 600.000 Jahren bildeten mehr als 350 Steinkorallenarten im Nordosten Australiens die größte von Lebewesen geschaffene Struktur der Erde. Über eine Fläche von 347.800 km² erstreckt sie sich und bietet nicht nur Tauchern einen Anblick, den sie nie vergessen werden, sondern auch Lebensraum für über 1500 verschiedene Fische. Insgesamt beheimatet diese Region weit über 8000 Arten, von denen viele als bedroht eingestuft sind. Kein Wunder also, dass das Great Barrier Reef sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Korallenriffe an sich gelten neben Regenwäldern als die artenreichsten Lebensräume unserer Welt.

Tauchen zum Festpreis

Abgesehen von dem teuren Flug und hohen Reisekosten durch Australien sollte man etwas mehr Geld mitnehmen, wenn man eine Tauchtour durch das Riff plant. Fünf Stunden am Rand des Great Barrier Reefs inklusive Mittagsbuffet und Ausrüstung sind für knapp 130 Euro zu haben, ein Komplettpaket bestehend aus Boots- und Tauchtour und einem kurzen Hubschrauberrundflug schlagen bereits mit nicht weniger als 190 Euro zu Buche. Schnorcheln kann man dagegen bereits ab 85 Euro pro Person. Das mag zwar sehr viel Geld sein, aber wenn man ohnehin in „Down Under“ ist, kann man auch gleich die Chance zum Tauchen nutzen. Obwohl das Riff gut besucht ist, errechnete das US-Außenministerium 2005 einen touristischen Wert von „nur“ 1,5 Milliarden Dollar, nichts im Vergleich zur Karibik (140 Milliarden) oder der Küste Floridas (2,5 Milliarden).

Bedrohtes Riff?

In erster Linie der Mensch ist schuld daran, dass zwischen 1985 und 2012 die Hälfte der Korallen abstarben. Dies hat gleich mehrere Ursachen, die aber alle auf uns zurückzuführen sind. Durch die Erderwärmung steigen auch die Wassertemperaturen im Meer. Sind sie für die Korallen zu hoch, kommt es zur Korallenbleiche, bei der die Nesseltiere absterben können. Hinzu kommen Zyklone, die jedes Jahr an Intensität gewinnen und eine Versauerung des Wassers durch die hohen CO2-Emissionen. Doch nicht nur der Mensch ist eine Gefahr, auch natürliche Feinde wie die Dornenkronenseesterne machen dem Riff zu schaffen. Dieses Tier hinterlässt oft ganze abgestorbene Riffbereiche.

Aufgrund der Erderwärmung ist zu erwarten, dass immer mehr Korallen absterben. Gerade deshalb sollte man darüber nachdenken, eine Reise nach Australien mit einem Tauchgang am Great Barrier Reef zu verbinden. Man hat nicht oft die Gelegenheit und wer weiß, wie lange sie sich noch bietet.

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